Kirche zu Tiefthal

Evangelische Kirche St. Peter und Paul zu Tiefthal

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Zeichnung von Ulrich Minkus 2000

Nach dem Einbau der Winter- Kirche und der Verlegung einer Ringdränage erfolgt in 2003 die denkmalgerechte Sanierung des Kirchenschiffes.

Die überwältigende Bereitschaft der Gemeindeglieder Hand mit anzulegen, die großzügigen Stifter und das engagierte Mitwirken der beteiligten Firmen ermöglichte eine überraschend schnelle Fertigstellung. Für die dringend erforderliche Sanierung der Westfassade des Kirchturms bittet die Gemeinde um finanzielle Unterstützung.

Am 28. Juni 2003 um 14.00 Uhr wurde mit einem Festgottesdienst die Wiedereinweihung gefeiert.

Pressestimmen mit Hintergrundbericht von Heinz Stade zur Kirche St. Peter und Paul zu Tiefthal

Viele Krumen machen ein Brot

Leben und arbeiten im Denkmal (476): Kirche St. Peter und Paul Tiefthal

Endlich erhält wieder einmal eine Kirche den Thüringer Denkmalschutzpreis, freuten sich Kirchenvertreter, als vor einigen Tagen die Kirchgemeinde Schöngleina mit der Ehrung bedacht wurde. Endlich mal wieder öffentliche Anerkennung soll das wohl heißen. Denn gerade der größte Denkmalbesitzer im Freistaat, die Kirchen, fühlt zu wenig Anerkennung für das, was ehrenamtlich getan wird, damit ihre Kirche im Dorf bleibt. Auch die Kirche in Tiefthal, die am Samstag mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht wird, ist dafür ein Beispiel.

Von Heinz STADE

… “Die überwältigende Einsatzbereitschaft der Tiefthaler und die vielen Stifter ließen meine Planung anhand des Haushaltes schnell Makulatur werden€, resümiert Architekt Friedrich Ulrich Minkus, der die Sanierung der Kirche St. Peter und Paul begleitete, im Gespräch mit dieser Zeitung. So war es möglich, am Ostersonntag 2003 bereits wieder zu einem Gottesdienst und für kommenden Samstag Nachmittag zum Festgottesdienst anlässlich der Wiedereinweihung des Gotteshauses einzuladen.

Die laut Inschrift von den Baumeistern Hans Nust und Thomas Rose zwischen 1469 und 1510 gebaute gotische Peter und Paulskirche liegt am nördlichen Ortsrand auf einer Anhöhe und präsentiert sich dank dieser Lage als besonders stattliches Bauwerk. …

Tiefthal: Für Kirche im Dorf Hand angelegt

Nur knapp sechs Monate nach Beginn der Generalsanierung erstrahlt die Tiefthaler Kirche wieder in neuem Glanz. Mit einem Festgottesdienst (morgen 14.00 Uhr) nehmen die Tiefthaler ihr Gotteshaus wieder in Besitz. Dabei wird Präpstin Elfriede Begrich ausdrücklich das Engagement der vielen Helfer würdigen. Anschließend feiert man ein Dankeschön-Fest.

Die grundhafte Innenraum-Sanierung der durchfeuchteten, fast 500-jährigen spätgotischen Kirche hatte über Erfurt hinaus für Aufsehen gesorgt, weil der Gemeindekirchenrat diese ohne Aussicht auf Öffentliche Unterstützung aus eigener Kraft begonnen hatte. .TA 26.06.2003

Bürgersinn besiegt Haushaltsloch, Tiefthaler sanieren gemeinsam ihre Kirche, Thüringer Allgemeine Zeitung vom 18.03.2003

Kein Ort der Stille: In Tiefthals Kirche dröhnt derzeit statt der Orgel Baulärm. Über 50 freiwillige Helfer renovieren den 500 Jahre alten Bau ohne Fördermittel und andere Gelder.

Aktuelle Informationen zu Tiefthal www.tiefthal.de

Bei Fragen steht Ihnen ein GSB Bausachverständiger gern zur Verfügung.

Klosterhof zu Dannheim

Klosterhof zu Dannheim, Pfarrhaus und Wohnstallhaus

Dannheim
Fachwerk der Südfassade mit Leiter

Ausgezeichnet mit dem Thüringischen Denkmalschutzpreises 2000 für die engagierte Erhaltung eines wertvollen Kulturdenkmals.

Hakenblatt Alt und Neu

Durch handwerkliche Reparatur- und Ausführungstechniken konnte wertvolle Bausubstanz erhalten werden. Bei der Sanierung des Wohn-Stall-Hauses wurde besonderer Wert auf eine nachhaltige Nutzung und ein gesundes Wohnraumklima gelegt. Um dies zu ermöglichen wurde auf die traditionelle Bauweise aus Holzfachwerk mit Ausfachung aus Lehmstakung gesetzt. Die Gefachaußenseiten erhielten einen Lehmputz. Die Nordwestliche Giebelwand wurde zum Schutz vor Schlagregen durch eine vertikale Holzschalung verkleidet. Innenseitig wurde auf die Außenwände eine bis zu 10 cm starke Schicht aus Strohlem als Innendämmung aufgebracht. In die Innenwände wurde eine Wandheizung integriert, welche mit Solarkollektoren auf dem neu errichteten Nebengebäude sowie einem Holzkachelofen im Erdgeschoss kombiniert wurde.

Bei den Arbeiten wurde eine Bohlenstube entdeckt und restauriert. Historische Schiebefenster und Kammertüren blieben erhalten und wurden restauriert

Heute wird das ehemalige Wohn-Stall-Haus als Wohngebäude genutzt. Die ehemaligen Ställe im Erdgeschoss wurden zu einer Wohnküche umgestaltet. Von Hieraus haben die Nutzer direkten Zugang über die ehemaligen Stalltüren in den südlich anschließenden Hof. Das historische Feldsteinflaster sowie die Einfriedung mit Ziegelabdeckung wurden freigelegt und restauriert.

Durch die Diele gelangt mann zu den historischen Gewölbekellern und der darüber gelegenen Bohlenstube. Ein halbes Geschoss höher befindet sich eine großzügige Wohndiele, von welcher die einzelnen Kammern zu erreichen sind. Auf beiden Etagen wurden jeweils ein Bad mit zeitgemäßen Anforderungen eingebaut. Die historische Bruchsteinwand im Norden wurde im Innenbereich steinsichtig ausgefugt.

Tag des offenen Denkmals 2000 aus der Veröffentlichung der untereren Denkmalschutzbehörde Arnstadt

a_TD10.09 Bohlenstube

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siehe auch “Romantisches Fachwerkhaus” von Heinz Stade erschienen am 28.09.2000 in der Thüringer Allgemeine sowie im Buch “Leben und Arbeiten im Denkmal” H+L Verlag Köln 2002

Romantisches Fachwerk

DANNHEIM. Die Bewohner des Hauses in der Dorfstraße 65 von Dannheim im Ilm-Kreis werden wohl noch einige Zeit damit leben müssen, dass Neugierige klingeln und schauen wollen.

Denn was da unter der Bauherrschaft von Familie Schreier entstanden ist, verdient höchste Anerkennung und bekam diese auch: Für die Rettung und denkmalgerechte Sanierung des bis Mitte der 90er Jahre völlig desolaten Gebäudes wurde den Bauherren der Thüringische Denkmalschutzpreis 2000 verliehen. Das damit verbundene Preisgeld und bis dahin ausgereichte Fördergelder waren natürlich eine willkommene Zugabe für die insgesamt rund 500 000 Mark (255 650 Euro) Baukosten.

Architekt Friedrich Ulrich Minkus gegenüber dieser Zeitung: „Wir alle haben viel Erfahrung sammeln können auf dieser Baustelle und viel gelernt, weil es selten ist, dass der Bauherr den Auftragnehmern so viel Zeit lässt.“

Das vormals nie beheizte Wohn-Stall-Haus ist jetzt dank einer Heizung unter den Lehm-Wänden nicht nur warm, sondern auf Grund einer großzügigen Entscheidung der Denkmalbehörde auch heller als vorher. Die Bewohner des Hauses wissen die unverwechselbare Wohnqualität zu schätzen. Viele der etwa 400 Besucher, die zum letzten Tag des offenen Denkmals das Haus in Augenschein genommen haben, beneideten sie darum – verständlicherweise.

Heinz STADE (auszugsweise Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den Autor)

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