Dächer – Schäden an Dachkonstruktionen

Beinhaltet Schäden an Dächern z.B. durch Fehler bei der Planung und Ausführung von Dächern, nachträgliche Überlastung etwa bei der Sanierung oder Errichtung von Solaranlagen sowie Verminderung der Tragfähigkeit wegen Bauschäden durch mangelhafte Wartung, Instandhaltung und Instandsetzung bzw. Alter und Abnutzung der Dächer z.B. nach Sturmschäden oder durch eindringendes Niederschlagswasser.

Zur aktuellen Entwicklung aus Forschung und Praxis der Dächer

Die Anforderungen an Dächer bezüglich Regendichtigkeit und Dauerhaftigkeit steigen. Moderne Materialien ermöglichen gewagte  Konstruktionen und erweitern den architektonischen Gestaltungsspielraum. Ihre Dauerhaftigkeit müssen sie oftmals erst noch beweisen. Veränderte Umweltbedingungen durch den Klimawandel z.B. durch Starkregen und Stürme sowie die vermehrte Installation von Solaranlagen erhöhen die Beanspruchung. Nur durch gewissenhafte Planung, Ausführung und Instandhaltung lässt sich die dauerhafte Regensicherheit und Gebrauchstauglichkeit moderner Dächer dauerhaft gewährleisten. Dies stellt hohe Anforderungen an die am Bau beteiligten Architekten, Ingenieure und Handwerker.

Mängel und Schäden an Flachdächern, flach geneigten Dächern, Pultdächern, Satteldächern, Bogendächern, Kuppeln und Turmkappen. 

Neben den einschlägigen Normen und Handwerksregeln sind bei der Planung, Konstruktion und Ausführung die Vorgaben der Hersteller und ggf. auch der Fachverbände zu berücksichtigen. So sind z. B die DIN 18338 „Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten“ und DIN 18339 „Klempnerarbeiten“ maßgeblich für die Dachdeckung. Für die Tragkonstruktion der Dächer sind je nach Ausführung die DIN 18331 „Betonarbeiten“, DIN 18334 „Zimmer- und Holzbauarbeiten“ sowie DIN 18335 „Stahlbauarbeiten“ maßgebend. Im Anwendungsfall sind auch die Vorgaben für die Wärmedämmung sowie die einschlägigen Normen für Überkopfverglasungen oder die DIN 18384 „Blitzschutzanlagen“ zu berücksichtigen. Bei historischen Dächern in der Denkmapflege z. B. bei Reetdächern oder Kuppeln aus Naturstein weisen Fachliteratur, die Regeln der WTA sowie historische Handwerksregeln, etwa des Dachdeckerhandwerks, den Weg zum schadenfreien Bauen.

Häufige Fehlerquellen bei Planung, Ausführung und Instandhaltung der Dächer

  • fehlerhafter statischer Nachweis z. B. wegen zusätzlicher Lasten aus Solaranlagen oder fehlerhafter Bemessung des Dachtragwerkes
  • zu geringe Neigung des Daches
  • ungeeignete Dachdeckung für den vorgesehenen Einsatzzweck
  • mangelhafte handwerkliche Ausführung unter anderem bei widriger Witterung
  • Verwendung ungeeigneter Materialkombinationen
  • fehlende bzw. mangelhafte Überlappung und Verklebung
  • fehlende bzw. mangelhafte Befestigung
  • mangelhafte Untergrundvorbereitung
  • falsche Bemessung und Ausführung der Dachentwässerung z.B. fehlende Notentwässerung und zu geringe Querschnitte
  • fehlende Wartung sowie mangelhafte Instandhaltung und Instandsetzung

Weitere Informationen zu Sachverständigengebühren, zur sachverständigen Beweissicherung und Bewertung von Mängeln bzw. Schäden an Dächern und Dachkonstruktionen auf Anfrage.

Bei Fragen steht Ihnen ein GSB Bausachverständiger im Verbund mit den GSB Experten  gern zur Verfügung.

Holzschutz – Schäden an Holzkonstruktionen

Baulicher Holzschutz – Mängel und Schäden an Holzkonstruktionen, Holzfachwerk, Holzbalkendecken, Dachtragwerke aus Holz, Fußböden aus Holz

Holzschutz – Zur aktuellen Entwicklung aus Forschung und Praxis

Holzbauwerke und Konstruktionen aus Holz sind trotz aller modernen Baustoffe nicht aus dem Bauwesen wegzudenken. Als nachwachsender Baustoff weist er eine hervorragende Ökobilanz auf und ist wegen seiner angenehmen Oberfläche gern eingesetzt. Selbst in seinen bautechnischen Eigenschaften (Tragwerk, Brandverhalten, Wärmedämmschutz, Feuchtigkeitsverhalten, Schallschutz, etc.) ist Holz im Bauwesen vielfältig einsetzbar. Jedoch sollten die am Bau beteiligten die spezifischen Eigenschaften des Baumaterials Holz kennen und nach den bewährten Regeln einsetzen. Nur so lässt sich ein dauerhafter Holzschutz gewährleisten. Moderne Baustoffentwicklungen wie Holzwerkstoffe als Plattenwerkstoffe für Bekleidungen und Wärmedämmung sowie Leimholzkonstruktionen haben den Einsatzbereich des Baustoffes Holz deutlich ausgeweitet. Die Anforderungen an die Planung und Ausführung werden nicht geringer. 

Holzschutz – Mängel und Schäden an Holzbauwerken, Dachtragwerken, Holzfachwerk, Holzbalkendecken, Bekleidungen, Beläge, Bauteile und Konstruktionen aus Holz durch Fehler in der Planung, Bauüberwachung und Bauausführung

Im Verantwortungsbereich der Planung und Ausführung bzw. Sanierung von baulichen Maßnahmen zum Holzschutz liegen neben den architektonischen die Festlegung der technischen Anforderungen an Holzkonstruktionen aller Art. Zu beachten sind dabei die gesetzlichen Anforderungen sowie die allgemein anerkannten regeln der Bautechnik insbesondere die Regelwerke des DIN und der WTA wie z.B. VOB Teil C DIN 18334 Zimmer- und Holzbauarbeiten, DIN 18355 Tischlerarbeiten, 18356 Parkettarbeiten, DIN 18351 Vorgehängte hinterlüftete Fassaden, DIN 1052 Holzbauwerke – Berechnung und Ausführung, DIN 4074-1 Sortierung von Nadelholz nach Tragfähigkeit – Teil 1: Nadelschnittholz, DIN 68705-2 Sperrholz – Teil 2: Stab- und Stäbchensperrholz für allgemeine Zwecke, DIN EN 300 Platten aus langen, flachen, ausgerichteten Spänen (OSB) – Definitionen, Klassifizierung und Anforderungen, DIN EN 13986 Holzwerkstoffe zur Verwendung im Bauwesen – Eigenschaften, Bewertung der Konformität und Kennzeichnung, DIN EN 622 Faserplatten, DIN EN 13171 Wärmedämmstoffe für Gebäude – Werkmäßig hergestellte Produkte aus Holzfasern (WF) – Spezifikation, DIN 68800 Holzschutz sowie die WTA Merkblätter aus dem Referat 1 Holz / Holzschutz insbesondere WTA-Merkblatt 1-2 Der Echte Hausschwamm und 1-4 Baulicher Holzschutz in der Denkmalpflege, Teil 2: Dachtragwerke sowie die WTA-Merkblätter aus dem Referat 8 Fachwerk / Holzkonstruktionen insbesondere WTA-Merkblatt 8-4 Außenbekleidungen, 8-8 Tragverhalten von Fachwerkbauten und 8-14 Ertüchtigung von Holzbalkendecken – Balkenköpfe.

Holzschutz – Häufige Fehlerquellen in der Planung, Ausführung und Sanierung von Holzbauwerken und Holzkonstruktionen

– fehlende Beachtung der spezifischen Eigenschaften unterschiedlicher Holzsorten und Holzwerkstoffe
– Schäden durch übergroße Durchbiegung wegen Überlastung z.B. bei nachträglichen Umbauten
– Schäden durch Holzzerstörer (Pilze wie Hausschwamm und Insekten wie Hausbock) in Folge von mangelhaften baulichen Holzschutz
– Schäden durch fehlerhafte Materialauswahl bzw. fehlende Berücksichtigung der klimatischen Bedingungen des Einsatzortes

weitere Informationen zum Holzschutz, zur sachverständigen Beweissicherung und Bewertung von Mängeln bzw. Schäden an Holzbauwerken auf Anfrage

Bei Fragen steht Ihnen ein GSB Bausachverständiger gern im Verbund mit den GSB Experten zur Verfügung.